Start in die neue Flugsaison – in alle Himmelsrichtungen

Liebe Geier, liebe Gäste

wer gerade noch aus dem Fenster schaut und nicht schon am Startplatz steht, hat vielleicht gar nicht bemerkt, dass der Frühling – und damit die neue Flugsaison – endlich Einzug gehalten hat. Endlich!

Bevor ihr jetzt voller Vorfreude eure Sachen packt und losfahrt, denkt bitte daran, dass auch das Vario eine ordentliche Portion Strom braucht.

Aber nicht nur das:

Gebt eurer gesamten Ausrüstung die Aufmerksamkeit, die sie nach dem Winterschlaf verdient. Hat alles die Pause gut überstanden? Hat es sich die Rettung vielleicht etwas zu gemütlich im Container gemacht? Und wo ist eigentlich die dritte Leinenebene geblieben…?

Auch dieses Jahr müssen wir wieder mit frühjahrstypischen Bedingungen rechnen: Starke, ruppige Thermik, schnelle Wetterwechsel und anspruchsvolle Windsituationen. Aber wem erzähle ich das.

Trotzdem: Vor lauter Vorflugfreude bitte nichts vergessen oder übersehen.

Bitte denkt auch an unser Umfeld:

Das Wildgehege, der Falke am Battert (300 m Abstand halten), Kleingärtner am Landeplatz, die Bergbahn… Bitte überall die nötigen Abstände einhalten und an den vorgesehenen Landeplätzen landen.

Ein Thema liegt uns besonders am Herzen

In einigen unserer Kanäle wird derzeit diskutiert, bei welchen Bedingungen man auf NO starten und auf W landen kann. Es muss jedem klar sein: Wer bei NO-Wind auf NO startet, befindet sich bei einer Landung auf W im Lee. Natürlich ist der W-Landeplatz komfortabler – kürzerer Weg zur Bahn, Auto in der Nähe – und oft geht es ja auch gut. Aber es gibt viele Einflussfaktoren, die wir nicht alle überblicken können und die sich schnell ändern. Plötzlich geht es dann eben nicht mehr. Gerade unerfahrene Fliegerinnen und Flieger sollten dieses Risiko nicht unterschätzen und nicht ihrem angebohrenem Herdentrieb folgen.

Hier nochmals die Wichtigsten Punkte in der Übersicht

Check 1: Ausrüstung prüfen – hat das heißgeliebte Material den Winterschlaf gut überstanden?

Check 2: Vor dem Start nicht nur online das Wetter checken, sondern die Bedingungen vor Ort beobachten und realistisch bewerten.

Check 3: Realistische Selbsteinschätzung heißt nicht, nach den anderen zu schauen, sondern in sich zu gehen und ehrlich zu überlegen, was man sich zutraut.

Check 4: Miteinander reden hilft – oft ergeben sich aus einem kurzen Austausch neue Erkenntnisse.

Check 5: Start ordentlich vorbereiten: warm anziehen, Gurtzeug anlegen, Helm und Sonnenbrille nicht vergessen, Funkgerät einschalten und erst dann den Schirm sauber auslegen.

Für einen reibungslosen Ablauf am Startplatz

  1. Bereitet euch bitte im Eingangsbereich zum Startplatz vor. Niemand freut sich über einen einsam ausliegenden Schirm, während der Pilot noch gemütlich seine restliche Ausrüstung zusammensucht.
  2. Achtet darauf, dass nur Pilotinnen oder Piloten den Startplatz betreten. Gäste und Touristen können wir freundlich darauf hinweisen, dass sie uns und sich selbst gefährden, wenn sie zwischen den Schirmen herumlaufen.

Reichlich happy landings und bis bald am Berg

Euer Vorstandsteam