So war es das letzte Mal 2008...

So war das Streckenfliegen Greifenburg 2008

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De-Briefing-1-k.jpgStreckenflug-Seminar

 

Greifenburg 2008


„Thermikfliegen ist eine Kampfsportart“ – und genau so war es bei unserem ersten vereinseigenen Streckenseminar. 13 Teilnehmer haben sich durch die Kreuzeckgruppe der Emberger Alm gekämpft. Traumhafte Flüge und besonders die tollen Bilder zeigen, wie viel Spaß das gemacht hat.

Tag 1: Die Entscheidung.

Na das geht ja gut los. Bis zum Freitag-Abend haben wir die Wetterprognosen immer und immer wieder studiert und Fluggebiete gegeneinander verglichen. Wo sollen wir nur hinfahren. Die Frontales_Landing-k.jpg Emberger Alm war wettermäßig wirklich wackelig, aber sie hat so viele Vorteile. Ein top Shuttle-Service, ein abgeschirmtes Mikroklima, eine bezaubernde Landschaft, Ausweichfluggebiete – da sollten die paar Gewitter nicht stören, die sich angekündigt haben 😉

Mit mulmigen Gefühl fuhren Marc Kadalla und ich nach Greifenburg. Verbessert sich die Suppenküche noch? Warum sind wir nicht nach Annecy, wo die Sonne scheint. Keiner wird mehr mit uns Sandburgen bauen wollen – aber am Abend des ersten Tages trafen wir auf bekannte Geier-Gesichter im Fliegercamp. Und schlagartig besserten sich die Prognosen. Glück gehabt. Das Abenteuer beginnt.

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Tag 2: Das Ziel Gerlitzen am Osiacher SeeExpertenblick-k.jpg

80 Kilometer, das müsste doch zu schaffen sein – allerdings mit dem Auto. 😉

  Die Gerlitzen selbst liegt im Nebel, egal, der Startplatz auf halber Höhe bringt’s auch, was soll’s, das bisschen Wandern. Bis Uli Becker kam: „Der Berggipfel ist doch frei!“ Wir also zurück in den Lift, ganz rauf und natürlich wieder alles im Nebel. Toll gelaufen, doch Uli hatte am Ende doch Recht: Oben lichteten sich die Wolken nach und nach und wir verbrachten einen wundervollen ersten Thermiktag am Osiacher See – Talquerungen inklusive. Klasse! So kann es weitergehn.

Tag 3: Warum nicht mit der Liga fliegen?

Immerhin sind ein paar Strecken-Cracks da, sogar Ligapiloten. Marc Wensauer beispielsweise oder Manuel Nübel. Als wir Manuel kennen lernten, wingoverte er sich am Startplatz gekonnt in die Gruppe hinein (siehe Video, das noch kommt). Kurzerhand schloss er sich unserer Gruppe an: Funk auf den Wetterstations-Kanal und mit der ganzen Gruppe in die Luft. Flugauftrag für alle, jeden Tag ein bisschen anders: Zwischen Anna-Schutz-Haus, Stagor und Weissensee ging die Runde. Und alle sind tapfer mitgeflogen.
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Tag 4: Wie die Entlein…Marc_Groundy_4-k.jpg

  Dieser Vergleich zeigt das ganze Ausmaß: Marc Kadall und die beiden Liga-Cracks passten super auf uns auf. Wie die Entlein warteten sie in den Hausbärten und an der Basis, bis der Großteil der Geier da waren. Und das von Berg zu Berg, immer mit Funk-Unterstützung. Das war wirklich klasse! Na klar, etwas Schwund ist immer, pro Gipfel verloren wir ein zwei Geier. Auch an der Emberger Alm bekommt man nichts geschenkt – außer eben das Live-Coaching am Funk durch drei Vollprofis.

„Wir kurbeln hier drüben nicht zum Spaß!“

Ja, die Anweisungen waren in der Luft schon präzise. Wenn einmal das Entlein Maren keine Lust auf Pulkfliegen hatte, wurde es mit diesem Satz wieder zur Ordnung gerufen. Schauen was der Pulk macht, wo der Talwind herkommt und dass man sich durchaus in einem 6-Meter-Bart auch Hochspiralen kann.
startplatz-k.jpg Besonders schön war eine kurze Toplandung am Gipfel des Gaugen – wo sich kaum ein Wanderer hinverirrt. Dort hielten Chris Arnu, Manuel Nübel, Marc Kadalla und ich kurz inne. Toll den anderen einfach ein bisschen beim Kurbeln zuzuschauen. Toplanden kann einfach klasse sein!

Tag 5: Pause fliegen

Bis hierher waren meine Wetterprognosen ganz zutreffend. Leider sollte das auch am Pausetag so bleiben. Egal. Die meisten nutzten den Tag trotzdem für kleine „ein-bisschen-Halten-und-dann-absaufen“-Abgleiter. Manuel, Uli, Maren und ich flogen ein bisschen Tandem. Selbst der Tag war klasse.

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Tag 6: Geht’s noch – oder was??

Grill-Leuchten-k.jpg Klar, die besten Tage lagen hinter uns, da halfen auch die Urinalkondome nicht, die Manuel, Marc und ich mir streckenbewusst anverleibten (Manuel: „ich pinkel bestimmt 15 Mal im Flug“). Ja, wo soll es hin sonst ;-)) Aber der Tag sah super aus, Gewitterneigung mal ja und nein, Thermikfliegen mal ja und nein. Am Ende war klar: Die Woche ist wettertechnisch rum.

Tag 7: Überraschung!!!!!!

Ja, aber zu Hause am Merkur. Rückseitenwetter, super!! Da ist es halt doch am schönsten, bei 2 Stunden fliegen und Wingover-und-wieder-hochkurbel-Spaß am Merkur….
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Fazit:

  Was für eine tolle Woche. Tolles Wetter! Tolle Flugausbeute! Viele geschaffte Flugaufträge! Und viel dazugelernt. Vor allem aber: Eine absolut genuale Truppe: Jochen Neuber, Bruno Rihm, Christian Schubert, Chris Arnu, Ulrike Sies, Christian Demmert, Ingo Winkler, Wolfgang Weber, Kurt Richter, Rolf Landmesser, Uli Becker, Maren Hildebrand, Marc Kadalla, Stefan Scheurer und unsere beiden besonderen Streckencracks!

 DANKE DANKE DANKE… :-))) marc-grill-k.jpg

– Christian Zell, SOL-Paragliders für die Tester, die das ganze Team fliegen durfte!! Die beiden längsten Flüge (Maren und Marc immerhin gingen mit SOL 😉

– Marc Wensauer und Manuel Nübel für dieses sensationelle Coaching, das man bei keinem Flugschultripp jemals bekommen würde

– Marc Kadalla dafür, dass er betreuerisch alles gegeben hat, um uns mit Wegpunkten und Routen perfekt vorzubereiten

– Michael Wagner von Sky-Team, der uns ein nagelneues Tandem anvertraut hat.

– Burkhardt Mertens, der uns Unterlagen für ein bisschen Kleingeld überlassen hat

– Stefan Hörmann, der uns in den Tagen mut auf die Emberger Alm gemacht hat

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Sonderrubrik „Streckenflugseminar

greifenburg-das-video.jpgSchee war’s,

Euer Stefan