Heldenkraft!

Auch wenn der frühe Blick in die Webcam nichts wirklich Gutes verhieß, so war der morgentliche Nebelmantel um den Merkur, der bis tief in die Baden-Badener Niederungen hinabwallte, nur das friedliche Vorzeichen eines Ausbruchs gestalterischer Energie, die ihresgleichen sucht. Von zehn Uhr morgens bis vier Uhr am Nachmittag unterzogen fünfzehn Landschaftsvisagisten unter der kompetenten Führung unseres Eventmanagers Claas Tzschucke unseren Flugberg einer tiefgehenden Verjüngungskur. “Q10” für die fliegerisch kultivierte Natur. Und das hatte der Startplatz West auch dringend nötig. Denn mehrere nächtliche Wildschweinfeten hatten dazu geführt, dass sich auf der Südhälfte eine unschöne Akne breit machte. Das haben wir jetzt in gleichermaßen schweißtreibender wie zen-haft hingebungsvoll fokussierter Kleinstarbeit wieder ins flächenhaft yin-yang’sche Gleichgewicht gebracht. Und damit die armen abwegigen Sauen in Zukunft nichts mehr versauen, haben unsere Bergfexe und -füchse gleich einen eindrucksvollen Elektrozaun um unsere Absprungfläche gezogen. Hier durften wir unsere Kräfte hinsichtlich des Erhalts eines möglichst harmonischen Landschaftsbildes mit gut ein Meter fünfzig langen und zehn bis fünfzehn Zentimeter dicken Akazienpfosten messen. Dafür, dass der Kontakt mit unserem Machwerk für die borstigen Vierbeiner zum nachhaltig prickelnden Erlebnis wird, sorgt die neue Solarstromanlage, die uns Ingo Winkler besorgt und installiert hat. Daneben wurde ein gefühlt bis zum Mittelpunkt der Erde reichendes Loch für einen zusätzlichen Windmasten auf der Südseite des Startplatz West ausgehoben, mit dem neuen Windmastbodenanker von Roland Klein ausgestattet und mit reichlich Beton und Steinen aufgefüllt. Am Startplatz West, Landeplatz West und Landeplatz Nordost erhielten die Windfahnen ein Update. Für die nötige Energie zwischendurch sorgten super Leckere hors d’oeuvre, Fruchtspieße und Kaffee von Margret Henn aus der Molkenkur-Küche. Abschließend gabs delikate Gipfel-Pizza. Besonderen Dank auch an Bernd Fahrner, den Bruder unseres zweiten Vorsitzenden Dieter Fahrner, der mit seinem nagelneuen Auto extra aus Freudenstadt an den Merkur gekommen ist, um den Unterboden seines durch zig Zementsäcke beschwerten Wagens mit dem staubig-steinigen Auffahrtsweg zum Merkurgipfel bekannt zu machen. Man kann nur allenfalls unzureichende Vermutungen anstellen, welch tiefe Schuld leichtsinnigens Zusagens hier im Bruder-Bruder-Verhältnis abzutragend aufzuwiegen war.

Vielen DANK an das tolle Team, das Blut, Schweiß und Freudentränen vergossen hat, um gemeinsam einen richtig schönen Arbeits- und für den ein oder anderen auch noch anschließenden Flugtag zu verbringen. Und dafür wurden wir dann natürlich mit schönstem Sonnenschein belohnt 🙂 .

Das Dream-Team vom 19. März 2016:

Holger Steinbach

Ingo Winkler

Siegfried Krzemien

Gerd Halbeis

Ulrike Sies

Sandor Nusser

Joachim Velten

Götz Treptau

Alois Frietsch

Klaus Kraft

Claas Tzschucke

Marc Schimmel

Sebastian Schmied

Gerd Roßkopf

Bernd Fahrner

Ralf Baumann

Fotos: Sandor Nusser, Ralf Baumann, Ingo Winkler

Nachtrag: Und seit Dienstag ist es soweit, auch auf der Südseite unseres Startplatz West weht eine Windfahne am neuen Windmast und sorgt bei Nordwindeinfluss für noch präzisere Startinformationen.
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