Geier-Nachrichten

Hintergrund Sicherheitsinformation.

Liebe Geierinnen und Geier,

vielleicht hat sich der oder die eine oder andere schon gefragt, was es mit der aktuellen Berichterstattung auf unserer Website zu unseren Nachbarn in der Kleingartenanlage Kleiner Gehren auf sich hat. Nach einem Bericht im Badischen Tagblatt (BT) zu Unfällen mit Sachschaden in den Gärten mussten wir hier kurzfristig etwas Krisen- bzw. Risikoprävention betreiben. Daher der Aufruf zu mehr Sorgfalt und Konzentration und das Statement zum Bericht im BT. Wir haben zu dieser Thematik auch ein Interview mit dem SWR geführt, das diese Woche auf SWR 4 Baden-Baden ausgestrahlt wurde. Zum besseren Verständnis der Sorgen unserer Nachbarn sind weiter unten beide Quellen angefügt. Auch wenn die Thematik auf den ersten Blick „klein“ anmuten mag, so besitzt sie doch ein hohes Risikopotenzial hinsichtlich des Erhalts unseres Fluggebiets. Sollte es zu weiteren Unfällen/Landungen in der Kleingartenanlage kommen, kann dies für das Gleitschirmfliegen am Merkur ernste Konsequenzen nach sich ziehen.

In Zukunft soll das Überfliegen der Kleingartenanlage vermieden werden. Hierzu wurde in Absprache mit dem DHV beschlossen, den Gegenanflug der Landevolte zukünftig südlich der Kleingärten durchzuführen (im Interview ist noch von zwei Möglichkeiten die Rede, diese wurden aber nach Rücksprache mit dem DHV auf eine begrenzt). Sollte ein Überflug in Ausnahmefällen nicht vermeidbar sein, so muss dieser mit mindestens 40 m Höhe über Grund erfolgen. Offizielle Informationen zur neuen Landevolte mit Bild folgen.

Unsere Nachbarn, vertreten durch den Gesamtvorsitzenden der Vereinigung der Gartenfreunde Baden-Baden e.V., Herrn Thomas Drumm, sind zwar sehr besorgt hinsichtlich der Sicherheit ihrer Mitglieder, zeigen aber auch Verständnis für uns Gleitschirmflieger. Herr Drumm betont ausdrücklich, dass er nichts gegen Gleitschirmfliegen hat und spricht sich für eine beiderseitig nachhaltige Lösung aus. Der GSV-Vorstand wird sich bis Ende September mit ihm zu einer Ortsbegehung und einem gemeinsamen Gespräch treffen. Hierbei werden wir die neue Maßnahme erläutern.

Und noch eine persönliche Bitte: Bei zukünftigen Gesprächen mit Mitgliedern der Kleingartenanlage seid bitte freundlich und konstruktiv und nehmt die Sorgen unserer Nachbarn ernst. Ich bin sicher, dass dies 99,9 Prozent von euch auch so handhaben. Kürzlich wurde mir allerdings von einem Fall berichtet, bei dem dies wohl nicht so war, was möglicherweise die derzeitige Situation zusätzlich verschärft hat. Denkt daran, auch wenn sich einer unserer Nachbarn vielleicht einmal aufregt, dies geschieht nicht aus Bosheit sondern aus Angst und Sorge und da sind Verständnis und Freundlichkeit die besser Antwort.

Vielen Dank für Euer Verständnis.

Hier die beiden Quellen (SWR, BT):

SWR_Interview

badisches-tagblatt_gsv_kleingartenanlage

 

Statement GSV Beitrag BT.

Statement des Gleitschirmverein Baden e.V. zum Bericht des Badischen Tagblatt „Kleingärtner fürchten Bruchpiloten“, vom 01.09.2016.

Wir bedauern, dass wir unseren Nachbarn in den Kleingärten Unbehagen bereiten. Der Gleitschirmverein Baden e.V. (GSV) ist nicht glücklich darüber, wenn Piloten, meist unerfahrene Anfänger, sich in der Landeeinteilung verschätzen und es in sehr seltenen Ausnahmefällen zu Landungen innerhalb der Kleingärten kommt. Nach dem letzten uns bekannten Vorfall im Mai diesen Jahres haben wir auf unserer Website speziell darauf hingewiesen und Piloten um noch mehr Sorgfalt und Rücksichtnahme gebeten.

Die in dem Beitrag des BT genannte Zahl von 10 bis 15 „Bruchlandungen in den Parzellen“ in den zurückliegenden 2 bis 3 Jahren können wir so nicht bestätigen. Für die Jahre 2015 und 2016 liegen uns 4 gemeldete Luffahrtereignisse im Bereich der Kleingartenanlage Kleiner Gehren vor (09.04.2015, 04.07.2015, 21.07.2015, 26.05.2016). Dennoch sind wir besorgt über die von unseren Nachbarn „gefühlt“ hohe Zahl der Vorfälle. Sie zeigt uns, dass in diesem Kontext ungeachtet des sehr hohen fliegerischen Sicherheitsniveaus am Merkur weiterer Handlungsbedarf besteht. Wie dieser im Konkreten aussehen kann und wird, darüber diskutiert zur Zeit der Vorstand des GSV ggf. in Rücksprache mit dem Deutschen Hängegleiterverband. Wir sind bestrebt so schnell wie möglich eine Lösung zu finden. Bis dahin bitten wir jeden Piloten noch größere Sorgfalt als ohnehin schon beim Landeanflug walten zu lassen.

Wir bedauern, dass wir von den akuten Sorgen unserer Nachbarn erst durch die Presse erfahren haben und werden von unserer Seite aus den Dialog bzgl. des aktuellen Themas mit den benachbarten Kleingärtnern suchen, um ggf. auch in gemeinsamer Kommunikation neue Lösungen zu finden und diese wirkungsvoll umzusetzen.

Der Gleitschirmverein Baden e.V. setzt sich aktiv für die Einhaltung der örtlichen Flugbetriebsordnung ein, die ein Landen auf Nachbargrundstücken der Landewiese untersagt. Wir behalten es uns vor, Piloten, die diese Regelungen verletzen, vom Flugbetrieb am Merkur auszuschließen.

Als eines der beliebtesten Fluggebiete Deutschlands ist das Flugaufkommen am Merkur sehr hoch. Der Gleitschirmverein Baden e.V., mit mehr als 300 Mitgliedern einer der führenden Gleitschirmvereine Deutschlands, trägt eine große Verantwortung für Mitglieder, Gastpiloten und alle am Merkur beteiligten Interessensgruppen.

Wir sind bestrebt, ein sehr gutes, nachbarschaftliches Verhältnis mit allen Anliegern am Merkur zu erhalten. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, betreiben wir insbesondere für die in den lokalen Gegebenheiten noch unerfahrenen Gastpiloten am Merkur einen hohen Informationsaufwand. Dazu gehören u.a. folgende Punkte:

1. Piloten am Merkur ist das Fliegen nur nach einer persönlichen Einweisung vor Ort in die Gegebenheiten am Landeplatz und Startplatz durch ein Vereinsmitglied erlaubt.

2. Eine ausführliche Information der Gastpiloten und die Kontrolle der gesetzlich vorgeschriebenen Flugbefähigung durch ein Vereinsmitglied vor dem ersten Start am Merkur ist verpflichtend.

3. Infotafeln an Start- und Landeplatz versorgen Piloten mit allen wichtigen Informationen. Erst kürzlich wurde am Startplatz West auf dem Merkur eine neue, große Informationstafel in Kooperation mit dem Naturpark Schwarzwald Mitte-Nord und dem Deutschen Hängegleiterverband aufgestellt.

4. Auf der Website des Gleitschirmverein Baden e.V. finden Piloten unter der Rubrik „Fluggebiet“ eine sehr übersichtliche, leicht verständliche und umfassende Informationslandschaft mit Flugwissen, Regeln und wichtigen Tipps insbesondere für Anfänger, die sie auf die Besonderheiten des Fluggebiets Merkur und mögliche Gefahrenquellen hinweist.

Deutschlandweit und international bewegen sich das Informationsangebot und der Einweisungsprozess für Piloten am Merkur auf höchstem Niveau. Der Gleitschirmverein Baden e.V. verfolgt das Ziel, das Bewusstsein von Piloten für Gefahrenquellen und für das Miteinander aller Interessensgruppen am Merkur durch eine umfassende Information und konstante Kommunikation auf allen Ebenen weiter zu schärfen.

Wir werden schnellstmöglich an gleicher Stelle eine nachhaltige Lösung für o.g. Problematik bekanntgeben und diese auf allen uns zur Verfügung stehenden Kanälen und im persönlichen Gespräch mit Vereins- und Gastpiloten kommunizieren.

Arbeitseinsatz – Samstag – 27.08.2016 – Dankeschön!!!

am Samstag, 27.08.16, fanden sich 9 Geier am Merkur ein und sorgten dafür, dass die Startplätze, der Landeplatz West und das Geiernest wieder auf Vordermann gebracht wurden.

Bei Temperaturen von über 30°C kein wirklich angenehmes Unterfangen, aber für die Fliegerei nimmt der Flieger einiges auf sich.

Vielen herzlichen Dank an die fleißigen Helfer!!!

Danke an den Schäfer und einige fleißige Geier

Am vergangenen Mittwoch zog der Schäfer mit seiner Herde über den West-Landeplatz. Durch die Schafe wurde der Landeplatz abgeweidet und für die Flieger eine Landewiese mit kurzem Gras geschaffen.

Um dem Landeplatz den letzten Schliff zu geben, schnappten sich Siggi M., Laszlo S. und Dieter F. kurzentschlossen den Rasentraktor und fuhren noch einmal über den Platz. Auch erledigten sie in diesem Zusammenhang gleich noch einige kleinere Reparaturen am Weidezaun, so dass nun wieder auf einem tollen Landeplatz eingelandet werden kann.

Vielen Dank!!!

Einfach mal Danke Toni Bender!

Freitag Nachmittag, E-Mail: Toni Bender kommt an den Merkur zum Testival. O.k. Äh ja, tatsächlich? Haben wir vier Jahre lang vergebens versucht zu organisieren (danke Ingo! und Rüdiger!) und dann kommt’s aus heiterem Himmel. Weiterlesen

Pinnwand für Verabredungen

Da es bei den Teufelsfliegern so gut funktioniert, habe ich mal eine kleine Pinnwand eingebaut. Weiterlesen

DANKE Arbeitsgeier!

Vielen Dank für das tolle Engagement beim Arbeitseinsatz am 9. Juli 2016. Rund 20 Geier haben am Landeplatz West, Startplatz West und Startplatz Ost saubere Arbeit geleistet.

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Rückblick 2. Merkur XC Open

Dieses Jahr hatten wir leider kein Wetterglück und wohl die beiden miesesten Juniwochen seit Jahrzehnten erwischt. Gastpilot Matthias Wehrle nutzte sie am besten.

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Deutsche Meisterschaft: Jonas auf dem Treppchen

Die Wettkampfsaison geht weiter. Ende Mai fand in Werfenweng der zweite Teil der Deutschen Meisterschaft statt. Der Wettbewerb fand zusammen mit der Österreichischen Liga statt. So kam ein sehr starkes Teilnehmerfeld von insgesamt 150 Piloten aus aller Welt zusammen. Jonas Böttcher war dabei und erreichte den 2. Platz in der Serienklasse. Hier sein Bericht. Weiterlesen

Sicheres Fluggebiet

Liebe Fliegerinnen und Flieger,

bitte beachtet beim Fliegen in unserem schönen Fluggebiet rund um den Merkur daran, ein paar Regeln einzuhalten. Dazu gehört u.a. gegenseitig Rücksicht zu nehmen, sich bei Bedarf mit Tipps und Tricks zu unterstützen und auch die allgemeinen Regeln der FBO einzuhalten.
Auch sei hier noch einmal in Erinnerung gerufen, dass wir grundsätzlich nur in ausreichend großer Höhe über die Schrebergärten am Landeplatz West fliegen. Kommt es zu Landungen in den Schrebergärten, so verursacht dies unnötigen Ärger mit unseren Nachbarn und das wollen wir auf jeden Fall vermeiden. Gerade an thermisch aktiven Flugtagen ist das Fliegen über den Schrebergartenanlagen nicht ganz unkritisch!

Jede Landung in den Schrebergärten gefährdet unser Fluggebiet!